Mit Reis und Linsen sicher √ľber den Winter

Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, gut 50% der Bevölkerung können sich nicht mehr als 2 einfachste Mahlzeiten pro Tag leisten. Viele Menschen leiden an sogenannten Mangel-Erkrankungen, die auf einseitiger und mangelhafter Ernährung beruhen. Dies trifft besonders auf die Berggebiete zu. In den entlegenen Hochtälern weitab von jeder befahrbaren Strasse lebt die Bevölkerung wie seit Jahrhunderten weitgehend als Selbstversorger. Der Ertrag der Felder reicht aber oft nicht aus, um die Familie zu ernähren, sei es durch Missernten oder als Folge von Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Solange die Grenzen zum heutigen China offen waren, brachte der Handel einen kleinen sicheren Verdienst. Aber ohne zus√§tzliche Einnahmequelle kann keine Nahrung zugekauft werden. Vielfach sind es allein stehende Frauen mit ihren Kindern, die am st√§rksten betroffen sind und in der typischen Spirale der Armut landen: Verkauf von Land, um die Ern√§hrung der Familie w√§hrend des langen und harten Winters im Himalaya sicherzustellen - im kommenden Jahr unweigerlich weniger Ertrag f√ľr den Lebensunterhalt - Verschuldung oder weiterer Verkauf von Land. Diese Spirale muss vermieden werden, da die Familie damit die Lebensgrundlage verliert und oft in den Slums von Kathmandu endet.

Eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel im Himalaya ist der Reis - aber in den Berggebieten muss er zugekauft werden. Der Verein st√ľtzt besonders bed√ľrftige Familien mit Naturalien wie Reis, Linsen, Tee und Zucker. Die Lehrer an den Schulen in Mustang kennen die Situation in den Familien sehr genau und k√∂nnen auf besonders hart betroffene aufmerksam machen. 100 kg Reis, 20 kg Linsen, eine Ration Tee und Zucker kosten rund 100.00 sfr. Diese Menge reicht f√ľr ein Jahr in Erg√§nzung zum Ertrag der Felder.

Hier finden Sie weitere Informationen zu der Arbeit des Schulvereins Lo Manthang.